Buchportrait:
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Titel: |
Der Verdacht |
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Autor: Verlag: ISBN: Genre: Erscheinungsjahr: Gepinnt am: |
Friedrich Dürrenmatt Diogenes Verlag 3257214367 Romane & Erzählungen 2004 16.02.2010 von Huxi |
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| Ort der Handlung: | |||
| - Straße / Platz: | - | ||
| - Stadt / Ort / Gegend: | Zürich | ||
| - Land: | Schweiz | ||
| Zeit der Handlung: | 1945, 20. Jahrhundert |
Inhaltsangabe:
Der todkranke Kommissär Bärlach (schon bekannt aus Der Richter und sein Henker) entdeckt bei der Studie einer Ausgabe der "Life" das einzig existierende Bild des berüchtigten SS-Arztes Dr. Nehle, der im Konzentrationslager Stutthof ohne Narkose bestialische Operationen durchführte. Die Fotographie gleicht dem schweizer Prominentenarzt Dr. Emmenberger, Chefarzt der berühmten Klinik Sonnenstein bei Zürich, bis ins Detail. Sein behandelnder Arzt und Freund Dr. Hungertobel, ein Studienkollege Emmenbergers, kann die Zweifel des Vollblutkriminalisten, dass es sich dabei um ein und dieselbe Person handelt, nicht ausräumen. Kommissär Bärlach knüpft ein imaginäres Netz um Emmenberger und lässt sich in dessen Prominentensanatorium einweisen. Nicht ahnend, dass sein kriminalistisches Kombinationsspiel durchschaut wurde beginnt ein psychologisches Katz-und-Maus-Spiel mit völlig unerwartetem Ausgang ...
Der Dramatiker und Theaterschriftsteller Friedrich Dürrenmatt erzählt mit stilistischer Prägnanz und Intensität, die ihresgleichen sucht. Er versteht es meisterhaft in eine kaum begreifliche, absurde Welt zu entführen, die ihren Spannungshöhepunkt in Literatur reinster Vollendung findet. Er verzichtet bewusst auf Platitüden oder abgedroschene Räuberpistolenromantik, vielmehr ist dieses Werk eine philosophische Abhandlung des Begriffs "Freiheit". Abseits jedweder Kolportageliteratur gerät der Leser sofort in den Bann dieser zeitkritisch-ironischen Erzählung; die behutsam aufgebaute und immer intensiver werdende Spannung mündet in einem dramatisch-phantastischen Finale furioso.
Der Dramatiker und Theaterschriftsteller Friedrich Dürrenmatt erzählt mit stilistischer Prägnanz und Intensität, die ihresgleichen sucht. Er versteht es meisterhaft in eine kaum begreifliche, absurde Welt zu entführen, die ihren Spannungshöhepunkt in Literatur reinster Vollendung findet. Er verzichtet bewusst auf Platitüden oder abgedroschene Räuberpistolenromantik, vielmehr ist dieses Werk eine philosophische Abhandlung des Begriffs "Freiheit". Abseits jedweder Kolportageliteratur gerät der Leser sofort in den Bann dieser zeitkritisch-ironischen Erzählung; die behutsam aufgebaute und immer intensiver werdende Spannung mündet in einem dramatisch-phantastischen Finale furioso.
Buchkritik (1):
Ein tolles Buch, das man gar nicht mehr aufhören will zu lesen. Ein interesanter, spannender und mitreißender Roman! Wer nur einen trivialen Krimi sucht, um ihn in der U-Bahn zu lesen, sollte besser zu anderen Büchern greifen. Nicht nur, weil sich dieses Buch dafür nicht eignet, sondern weil es schlicht zu schade dafür ist!
"Der Verdacht" ist ein spannendes Buch, das ins Krimi-Genre nicht so recht passt. Anstatt dem Polizisten Bärlach zuzusehen, wie er einen Täter sucht und fasst, sieht der Leser ihn dem Täter hilflos ausgeliefert. Der "alte Kater, der gerne Mäuse frisst", droht in diesem Buch selbst zur Maus zu werden.
Aber Dürrenmatt geht es nicht allein um simple Krimispannung. Er hat in seinen Roman philosophische Fragen verpackt. Insbesondere geht es um die Schwindel erregenden Abgründe des Nihilismus absoluter Freiheit und um die Frage, wo Freiheit enden muss. Dies alles vor dem Hintergrund der Verbrechen der Nazizeit.
Trotz seines Tiefgangs ist das Buch leicht lesbar und überdies sehr spannend. Es ist einfach großartig und für jeden ein Genuss, der mehr erwartet als triviale Zerstreuung. Es ist eines der wenigen Bücher, die ich immer wieder lesen kann.
Trotzdem tut mir jeder leid, der dieses Buch in der Schule lesen "muss". Zum einen ist es viel zu gut, um in einem langweilig-trockenen Schulunterricht eingestaubt zu werden. (Aber das spricht nur gegen den real existierenden Deutschunterricht und bestimmt nicht gegen das Buch !!) Zum anderen ist man dann wahrscheinlich noch zu jung und unreif, um das Buch würdigen zu können.
"Der Verdacht" ist ein spannendes Buch, das ins Krimi-Genre nicht so recht passt. Anstatt dem Polizisten Bärlach zuzusehen, wie er einen Täter sucht und fasst, sieht der Leser ihn dem Täter hilflos ausgeliefert. Der "alte Kater, der gerne Mäuse frisst", droht in diesem Buch selbst zur Maus zu werden.
Aber Dürrenmatt geht es nicht allein um simple Krimispannung. Er hat in seinen Roman philosophische Fragen verpackt. Insbesondere geht es um die Schwindel erregenden Abgründe des Nihilismus absoluter Freiheit und um die Frage, wo Freiheit enden muss. Dies alles vor dem Hintergrund der Verbrechen der Nazizeit.
Trotz seines Tiefgangs ist das Buch leicht lesbar und überdies sehr spannend. Es ist einfach großartig und für jeden ein Genuss, der mehr erwartet als triviale Zerstreuung. Es ist eines der wenigen Bücher, die ich immer wieder lesen kann.
Trotzdem tut mir jeder leid, der dieses Buch in der Schule lesen "muss". Zum einen ist es viel zu gut, um in einem langweilig-trockenen Schulunterricht eingestaubt zu werden. (Aber das spricht nur gegen den real existierenden Deutschunterricht und bestimmt nicht gegen das Buch !!) Zum anderen ist man dann wahrscheinlich noch zu jung und unreif, um das Buch würdigen zu können.
Ort der Handlung: Zürich, Schweiz
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