Buchportrait:
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Titel: |
Empörung |
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Autor: Verlag: ISBN: Genre: Erscheinungsjahr: Gepinnt am: |
Philip Roth Hanser 3446232788 Romane & Erzählungen 2009 13.05.2010 von Leserling |
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| Ort der Handlung: | |||
| - Straße / Platz: | - | ||
| - Stadt / Ort / Gegend: | Winesburg | ||
| - Land: | USA | ||
| Zeit der Handlung: | 1951, 20. Jahrhundert |
Inhaltsangabe:
Marcus „Markie“ Messner ist ein armer Kerl. Der Spross einer jüdischen Einwandererfamilie in Newark liebt seinen Vater über alles, und hat wegen ihm sogar das blutige Handwerk des koscheren Schlachtens erlernt. Aber dann beginnt der Vater zu klammern, zu bespitzeln, seinen Sohn in seiner Freiheit einzuengen – und treibt Marcus Messner gerade dadurch in die böse Welt hinaus, vor der der Metzger ihn doch hatte bewahren wollen... Um der Vaterliebe und dem Korea-Krieg zu entgehen, flieht Markie in die Obhut eines christlich-konservativen Internats im Mittleren Westen. Hier lernt er die Liebe in Gestalt einer verstört-verstörenden Kommilitonin und eines unzüchtigen Blowjobs kennen. Aber er erfährt auch die miefige Enge und den Antisemitismus der Provinz, der sich in judenfeindlichen Witzen entlädt. Als Markie sich durch seine dezent aufmüpfigen Empörung gegenüber der Leitung verdächtig macht und sich der Pflicht der wöchentlichen christlichen Andacht durch einen Stellvertreter entzieht, wird er entlassen in die Welt, sprich: in den Krieg im fernen Korea, wo er mit einem langen Messer abgeschlachtet wird – getreu dem Motto seines Metzgervaters, dass im Leben „der kleinste Fehler tragische Auswirkungen haben kann“. Als wir den Ich-Erzähler Markie des Romans Empörung von Philip Roth kennen lernen, ist er bereits auf dem Schlachtfeld gestorben. Wie Roth eher beiläufig erwähnt, wird uns die Geschichte aus dem Jenseits präsentiert. Das ist nur einer der grandiosen Erzähltricks dieses kleinen, aber feinen Romans. Er gehört vielleicht nicht zu den besten Büchern dieses Autors von seltener literarischen Größe. Aber besser als das meiste, was heute so auf den Markt kommt, ist es allemal. -- Stefan Kellerer
Buchkritik (1):
Ein typischer Philip Roth, geprägt von einem glasklaren Realismus. Man lernt viel von der Zeit, den Umständen und der Provinz der USA während des Koreakriegs, tja, und vom koscheren Schlachten und dem Beruf eines koscheren Metzgers auch. Die Zwangsläufigkeit, mit der die Erzählung auf ihr böses Ende hinausläuft, hat etwas von einem antiken Drama. Was andere vielleicht als Manko empfinden, nämlich das Fehlen der großen erzählerischen Geste, empfinde ich als wohltuend, als eine Art modernes Sittengemälde en miniature. Man kann Philip Roth als Autor mögen oder nicht, aber wer seine Romane mag, solte auch diesen lesen.
Ort der Handlung: Winesburg, USA
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