Buchportrait:
![]() |
Titel: |
Die verlorene Ehre der Katharina Blum: oder: Wie Gewalt entstehen und wohin sie führen kann Erzählung |
Gesamtbewertung: Selber bewerten Zu Favoriten hinzufügen Teilen |
|
Autor: Verlag: ISBN: Genre: Erscheinungsjahr: Gepinnt am: |
Heinrich Böll Deutscher Taschenbuch Verlag 3423011505 Romane & Erzählungen 1976 23.11.2009 von Ehem. Buchfreund |
||
| Ort der Handlung: | |||
| - Straße / Platz: | - | ||
| - Stadt / Ort / Gegend: | Rheinland | ||
| - Land: | Deutschland | ||
| Zeit der Handlung: | 1974, 20. Jahrhundert |
Inhaltsangabe:
Bölls Erzählung handelt von einer jungen Frau, Katharina Blum, die sich während der Karnevalstage in einen von der Polizeit gesuchten "Deserteur" verliebt, mit ihm eine Nacht verbringt und ihm am nächsten Morgen zur Flucht verhilft. In der Folge wird Katharina von der Polizei verhört und wird zum Opfer einer durch die "ZEITUNG" forcierten, politisch akzentuierten Rufmordkampagne. Gegen die verbale Gewalt greift Katharina daraufhin zur Gegengewalt und erschiesst den verantwortlichen "ZEITUNGS"-Redakteur Tötges.
Buchkritik (3):
Bölls Erzählung reagiert auf dessen
publizistische Kontroverse mit "BILD" über dessen Baader-Meinhof-Berichte 1971`72. Zwar dient die Erzählung nicht als Schlüssel über "BILD" und Baader-Meinhof, sie ist jedoch als Reflex auf die Erfahrungen des Autors hinsichtlich der boulevard-journalistischen Hatz der "BILD" im Frühjahr `72 zu lesen. Aus dieser Perspektive gewinnt der Roman zeitgeschichtlichen- sowie aufklärenden Charakter.
Ein muss im Germanistikstudium aber auch abgesehen davon ein sehr gelungenes Porträt Deutschlands in den 70er Jahren.
Eine hervorragende Erzählung, die zurückführt in die Zeit des Terrorismus in der Bundesrepublik und aufzeigt, welche Hysterie hierzulande herrschte und wie sie das öffentliche Leben beeinträchtigte. Vielleicht wird die Methodik der ZEITUNG alias "Bild" etwas überzeichnet. Waren die wirklich so rücksichtslos?
publizistische Kontroverse mit "BILD" über dessen Baader-Meinhof-Berichte 1971`72. Zwar dient die Erzählung nicht als Schlüssel über "BILD" und Baader-Meinhof, sie ist jedoch als Reflex auf die Erfahrungen des Autors hinsichtlich der boulevard-journalistischen Hatz der "BILD" im Frühjahr `72 zu lesen. Aus dieser Perspektive gewinnt der Roman zeitgeschichtlichen- sowie aufklärenden Charakter.
Ein muss im Germanistikstudium aber auch abgesehen davon ein sehr gelungenes Porträt Deutschlands in den 70er Jahren.
Eine hervorragende Erzählung, die zurückführt in die Zeit des Terrorismus in der Bundesrepublik und aufzeigt, welche Hysterie hierzulande herrschte und wie sie das öffentliche Leben beeinträchtigte. Vielleicht wird die Methodik der ZEITUNG alias "Bild" etwas überzeichnet. Waren die wirklich so rücksichtslos?
Ort der Handlung: Rheinland, Deutschland
Krimis &
Thriller
Thriller
Romane &
Erzählungen
Erzählungen
Biographien &
Tagebücher
Tagebücher
Kinder- &
Jugendbücher
Jugendbücher
Sachbücher
Sonstige (Fantasy,
Science Fiction u.a.)
Science Fiction u.a.)


