Buchportrait:
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Titel: |
Preußens Könige privat. Berliner Hofgeschichten |
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Autor: Verlag: ISBN: Genre: Erscheinungsjahr: Gepinnt am: |
Karl Eduard Vehse Anaconda 393848487X Romane & Erzählungen 2006 27.04.2010 von Erica |
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| Ort der Handlung: | |||||||
| - Straße / Platz: | Berliner Stadtschloß / Spreeinsel | ||||||
| - Stadt / Ort / Gegend: | Berlin | ||||||
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- Land:
Weitere Handlungsorte Weitere Handlungsorte:
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Deutschland | ||||||
| Zeit der Handlung: | 1688, 17. bis 19. Jahrhundert |
Inhaltsangabe:
Dem Leser werden die Könige in bzw. von Preußen beginnend mit Friedrich I. bis Friedrich Wilhelm III. in ihrer privaten Umgebung vor Augen geführt. Von Friedrich I. sagte Friedrich der Große einmal, er habe für Preußen nur eines vollbracht, dass er die Königswürde 1701 nach Preußen holte. Aber um der Ehre genüge zu tun, ist der Hof dieses Königs nicht nur frivol und bigott gewesen, sondern Friedrich gründete die Akademie der Wissenschaften, die Uni Halle und ihm ist der Schlossbau zu Berlin zu verdanken. Ohne seine geistvolle Gemahlin Sophie Charlotte und ihre Hoffeste wäre die Regierungszeit dieses Friedrich nur steif und protzig gewesen. Sein Sohn - Friedrich Wilhelm I. - genannt der Soldatenkönig - war das ganze Gegenteil des Vaters. Er führte eine neue Verwaltung ein und war sparsam bis hin zum Geiz. Das traf aber nicht für seine Soldaten, insbesondere für die langen Kerls zu. Dieser König schuf für seinen Nachfolger, Friedrich II., genannt der Große, eine schlagkräftige Armee und den Staatsschatz für dessen militärische Aktivitäten, wie z.B. die Eroberung Schlesiens. Sein Leben war zweigeteilt. In früher Jugend ein Schöngeist ohne soldatische Tugend und nach Regierungsantritt absoluter Herrscher und Militär. Sein Wahlspruch war aber stets: “Dass ich lebe, ist nicht notwendig, wohl aber, dass ich tätig bin“. Sein Nachfolger, Friedrich Wilhelm II., ist wenig geistvoll. Er liebt das Leben, seine Maiträssen und das Geldausgeben. Ein Ausspruch charakterisiert diesen König vollkommen: “Anstatt sein Volk zu sich zu erheben, stieg er zu ihm herab“. Sein Sohn Friedrich Wilhelm III. regierte dreiundvierzig Jahre in einem merkwürdigen Wechsel von Glück und Unglück. Sein Regierungsmotto lautete: “Ich werde meine Pflicht tun“. Diesem Motto ist er bis zu seinem Tode treu geblieben. Er war ein redlicher, einfacher, gewissenhafter Mann; redlich, einfach und gewissenhaft war auch seine Regierung.
Buchkritik (1):
Dem Leser werden die preußischen Könige durch detaillierte Hofgeschichten während ihrer Regierungszeit in ihrem privatem Umfeld mit all ihren Stärken und Schwächen im wahrsten Sinne des Wortes ungeschminkt vorgeführt. Der Verfasser schaut hinter die Kulissen und scheut nicht davor zurück, auch intime Verhaltensweisen offenzulegen. Es wird der immer wieder disskutierte scheinbare Widerspruch bei den preußischen Königen zwischen königlichem Absolutismus und gleichzeitigem Rechtsstaat, in dem selbst die Starken sich den Gesetzten unterwerfen müssen, zum Ausdruck gebracht. Das Buch ist m.E. deshalb ein großer Gewinn für den Leser, weil hier auf eine verbal flüssige Art und Weise gelebte deutsche Geschichte eingebunden in Anekdoten dargestellt wird ohne zu langweilen.
Ort der Handlung: Berliner Stadtschloß / Spreeinsel, Berlin, Deutschland und weitere...
Weitere Handlungsorte:
| Straße / Platz | Park Sanssouci |
| Stadt / Ort / Gegend | Potsdam |
| Land | Deutschland |
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