Buchportrait:
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Titel: |
Michael Kohlhaas |
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Autor: Verlag: ISBN: Genre: Erscheinungsjahr: Gepinnt am: |
Heinrich Von Kleist Anaconda 3866471157 Romane & Erzählungen 2007 21.02.2010 von kürbissuppe |
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| Ort der Handlung: | |||
| - Straße / Platz: | Diverse | ||
| - Stadt / Ort / Gegend: | Berlin | ||
| - Land: | Deutschland | ||
| Zeit der Handlung: | Mittelalter |
Inhaltsangabe:
Michael Kohlhaas ist ein Händler im 16. Jahrhundert und lebt bei Cölln. So zumindest die Realität. Heinrich von Kleist verlegt dessen Wohnort an die Ufer der Hafel im brandenburgischen. Bei einer Handelsreise nach Dresden, um Pferde zu verkaufen, werden Kohlhaas an einer der vielen Zollstationen dort hin zwei Pferde als Pfand abgenötigt. Auf dem Markt in Dresden erkundigt Kohlhaas sich, und erfährt, dass er die Pferde gar nicht hätte abzugeben brauchen. Auf dem Rückweg will er sein Eigentum auf der Tronkenburg abholen, findet dort aber nur noch zwei abgemagerte Gäule vor. Der Knecht, den er zur Pflege zurück lies ist ebenfalls davon gejagt worden. Kohlhaas will seine Pferde aber in dem Zustand wieder haben, in dem er sie abgeben musste. Als der Rechtsweg ihm nicht weiter hilft, verkauft er Haus und Hof und begibt sich auf den Pfad der Selbstjustiz. Kohlhaas schleift die Tronkenburg und legt sich unter anderem mit Martin Luther an, den er zu nachtschlafender Zeit besucht. Am Ende, bekommt Kohlhaas, nach viel Aufruhr im Land, seine Pferde dickgefüttert zurück und wird Minuten später hingerichtet. Deshalb werden Aktionen, die völlig überzogen sind, noch heute Kohlhaasereien genannt. Leute die solche Aktionen durchführen tun das nicht des Wertes wegen, sondern aus Prinzip.
Buchkritik (1):
Das Buch ist in langen, verschachtelten Sätzen geschrieben. Dies ist ein Kennzeichen von Heinrich von Kleist. Das geht sogar so weit, dass ein Satz über eine halbe Seite lang ist. Von daher braucht es ein bisschen Geduld und Übung um in die Struktur hinein zu finden. Sobald man sich an den Satzbau gewöhnt hat, macht es richtig Spaß das Buch zu lesen und zu verfolgen wie sich Kohlhaas erst immer weiter in die Rechtswege verstrickt, und schließlich seine Selbstjustiz zum Selbstläufer wird, als auch andere Gruppen diese nachahmen. Wer meint, dass dieses Buch längst veraltet ist, braucht nur in die aktuelle Diskussion zu schauen, und sieht täglich in der Zeitung Berichte über Menschen die von der Bürokratie betrogen wurden. Die Geschichte ist also nicht nur zu Kleists Zeiten eine Kritik gewesen, sie ist es heute noch.
Ort der Handlung: Diverse, Berlin, Deutschland
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