Buchportrait:
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Titel: |
Traumpfade |
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Autor: Verlag: ISBN: Genre: Erscheinungsjahr: Gepinnt am: |
Bruce Chatwin Fischer Taschenbuch 3596103649 Romane & Erzählungen 1992 26.12.2010 von fernsprecher |
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| Ort der Handlung: | |||
| - Straße / Platz: | - | ||
| - Stadt / Ort / Gegend: | Ayers Rock | ||
| - Land: | Australien | ||
| Zeit der Handlung: | 21. Jahrhundert |
Inhaltsangabe:
n seinem Hauptwerk – exotischer Roman, wissenschaftlicher Essay und Reisebericht in einem – taucht Bruce Chatwin ein in die Schöpfungsmythologie der australischen Ureinwohner.
Entstehung: Wegen finanzieller Not nach der Aufgabe lukrativer Tätigkeiten als Auktionator und Journalist konnte Chatwin seinen Traum nie verwirklichen, auf Reisen in aller Welt Material für eine wissenschaftlich fundierte Theorie des Nomadentums zusammenzutragen. Seine »verrückte Mammutidee« (so Chatwin) sollte belegen, dass der Mensch während der Evolution außer aufrechtem Gang und Gebrauch von Werkzeugen einen jahreszeitlichen Hang zur Wanderschaft entwickelte. Dieser Instinkt sei im Zuge der Sesshaftwerdung ins kollektive Unbewusste verdrängt worden, mit fatalen psychologischen Folgen: aggressive Verteidigung des Territoriums, Habsucht und Statusdenken. Mit seiner Nomadentheorie im Gepäck folgte Chatwin in den endlosen Weiten des australischen Busches den Traumpfaden (Songlines) der Ureinwohner, auf denen die Ahnen im Glauben der Aborigines den fünften Kontinent erwandert haben. Was Chatwin als Forscher nicht erreicht hatte, suchte er in einem ungewöhnlichen Roman zu verwirklichen.
Inhalt: Arkady Wolschok, ein Australier russischer Herkunft, führt den Erzähler in die mysteriöse Welt der Aborigines ein. Der Kosmopolit mit Universitätsabschluss hat Java, Indien, Afghanistan und große Teile Europas bereist. Nun versucht er im trocken-heißen Nordterritorium Australiens beim Straßen- und Eisenbahnbau oder bei Ölbohrungen zu verhindern, dass die heiligen Stätten der Aborigines zerstört werden.
Aufbau: Traumpfade ist Reisebuch, Abenteuergeschichte, Ideenroman und Fortschrittssatire, geistige Autobiografie und romantische Komödie zugleich. Auf seiner Initiationsreise begegnet der Erzähler einem Panoptikum schräger Persönlichkeiten. Militante Ureinwohner verteidigen ihr Land gegen die Einflüsse der Zivilisation wie Fast Food, Alkoholismus und Umweltverschmutzung. Christliche Missionare wachen eifersüchtig über ihre »eingeborenen« Schafe, weiße Siedler breiten sich mit rücksichtsloser Arroganz aus. Bei seiner Wanderung durch das Land, das im 18. Jahrhundert von Sträflingen aus Großbritannien besiedelt wurde, trifft der Erzähler Trunkenbolde, Verrückte, Schurken und Heilige. Den Roman durchziehen Anekdoten und exotische Geschichten, grandiose Landschaftsbeschreibungen und Reflexionen über die menschliche Natur. Mitten im Erzählfluss tauchen Tagebuchnotizen und Interviews auf, u. a. mit dem Verhaltensforscher Konrad R Lorenz. Sagen, Legenden und Zitate von Buddha bis Arthur R Rimbaud, von R Herodot bis Søren R Kierkegaard verdichten das künstlerische Anliegen.
Wirkung: Traumpfade wurde ein internationaler Bestseller und nahezu einhellig gerühmt, als »fantastischer Irrgarten« (New York Times) und »kosmisches Buch« (Thomas Keneally). Hans Magnus Enzensberger (* 1929) und Mario R Vargas Llosa begrüßten die Überschreitung der Genres, die Sunday Times empfahl den Roman Königin Elizabeth II. (* 1926) wärmstens als Sommerlektüre. B. B.
Entstehung: Wegen finanzieller Not nach der Aufgabe lukrativer Tätigkeiten als Auktionator und Journalist konnte Chatwin seinen Traum nie verwirklichen, auf Reisen in aller Welt Material für eine wissenschaftlich fundierte Theorie des Nomadentums zusammenzutragen. Seine »verrückte Mammutidee« (so Chatwin) sollte belegen, dass der Mensch während der Evolution außer aufrechtem Gang und Gebrauch von Werkzeugen einen jahreszeitlichen Hang zur Wanderschaft entwickelte. Dieser Instinkt sei im Zuge der Sesshaftwerdung ins kollektive Unbewusste verdrängt worden, mit fatalen psychologischen Folgen: aggressive Verteidigung des Territoriums, Habsucht und Statusdenken. Mit seiner Nomadentheorie im Gepäck folgte Chatwin in den endlosen Weiten des australischen Busches den Traumpfaden (Songlines) der Ureinwohner, auf denen die Ahnen im Glauben der Aborigines den fünften Kontinent erwandert haben. Was Chatwin als Forscher nicht erreicht hatte, suchte er in einem ungewöhnlichen Roman zu verwirklichen.
Inhalt: Arkady Wolschok, ein Australier russischer Herkunft, führt den Erzähler in die mysteriöse Welt der Aborigines ein. Der Kosmopolit mit Universitätsabschluss hat Java, Indien, Afghanistan und große Teile Europas bereist. Nun versucht er im trocken-heißen Nordterritorium Australiens beim Straßen- und Eisenbahnbau oder bei Ölbohrungen zu verhindern, dass die heiligen Stätten der Aborigines zerstört werden.
Aufbau: Traumpfade ist Reisebuch, Abenteuergeschichte, Ideenroman und Fortschrittssatire, geistige Autobiografie und romantische Komödie zugleich. Auf seiner Initiationsreise begegnet der Erzähler einem Panoptikum schräger Persönlichkeiten. Militante Ureinwohner verteidigen ihr Land gegen die Einflüsse der Zivilisation wie Fast Food, Alkoholismus und Umweltverschmutzung. Christliche Missionare wachen eifersüchtig über ihre »eingeborenen« Schafe, weiße Siedler breiten sich mit rücksichtsloser Arroganz aus. Bei seiner Wanderung durch das Land, das im 18. Jahrhundert von Sträflingen aus Großbritannien besiedelt wurde, trifft der Erzähler Trunkenbolde, Verrückte, Schurken und Heilige. Den Roman durchziehen Anekdoten und exotische Geschichten, grandiose Landschaftsbeschreibungen und Reflexionen über die menschliche Natur. Mitten im Erzählfluss tauchen Tagebuchnotizen und Interviews auf, u. a. mit dem Verhaltensforscher Konrad R Lorenz. Sagen, Legenden und Zitate von Buddha bis Arthur R Rimbaud, von R Herodot bis Søren R Kierkegaard verdichten das künstlerische Anliegen.
Wirkung: Traumpfade wurde ein internationaler Bestseller und nahezu einhellig gerühmt, als »fantastischer Irrgarten« (New York Times) und »kosmisches Buch« (Thomas Keneally). Hans Magnus Enzensberger (* 1929) und Mario R Vargas Llosa begrüßten die Überschreitung der Genres, die Sunday Times empfahl den Roman Königin Elizabeth II. (* 1926) wärmstens als Sommerlektüre. B. B.
Buchkritik (1):
Ein sonderbares, teilweise mysthisches Buch, daß die Grenzen des non-fiktionalen sprengt und uns den Horizont der Autralischen Ureinwohner verstehen hilft.
Ein Muss für jeden Australien-Reisenden und antrophologisch interessierten Leser.
Ein Muss für jeden Australien-Reisenden und antrophologisch interessierten Leser.
Ort der Handlung: Ayers Rock, Australien
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