Buchportrait:
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Titel: |
Siebzehn war die Rettung: Ein Zeitmosaik |
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Autor: Verlag: ISBN: Genre: Erscheinungsjahr: Gepinnt am: |
László Bernáth Schenk, Passau 3939337293 Romane & Erzählungen 2007 04.06.2010 von Leserling |
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| Ort der Handlung: | |||
| - Straße / Platz: | - | ||
| - Stadt / Ort / Gegend: | Auschwitz | ||
| - Land: | Polen | ||
| Zeit der Handlung: | 1944, 20. Jahrhundert |
Inhaltsangabe:
Das Leben des 14jährigen László Bernáth, der als ungarischer Jude zusammen mit seiner Familie nach Ausschwitz deportiert wurde, im straff durchorganisierten Konzentrationslager. Sehr distanziert und nicht in der Ich-Form geschrieben, aber aus der Sicht eines Heranwachsenden, besticht dieses Buch durch seine Klarheit und versteckt die Dimension des Grauens nicht hinter irgendwelchem Pathos. Überleben kann der Junge nur, weil ihm sein Vater gesagt hat, dass er immer sagen solle, er sei siebzehn. Obwohl erst vierzehn Jahre alt, muss er die Sträflingsarbeit von Erwachsenen erledigen. Diese Erzählung ist auch eine Hommage an den Vater des Autors, dem es immer wieder gelingt, seinen Sohn vor dem ständig drohenden Tod zu bewahren.
Buchkritik (1):
Das schreckliche Geschehen in den Konzentrationslagern wird ohne Bitterkeit, sachlich, ohne Pathos und dennoch auf eine faszinierende Weise beeindruckend erzählt. Als Beispiel mag dieser kurze Auszug dienen, als die ungarischen Juden hungrig und durstig durch eine Stadt zum Bahnhof getrieben werden.
"Dann stellte weit vor ihnen eine düüre ältere Bauersfrau mit einem schwarzen Kopftuch eine Kanne an den Wegrand, damit die Gefangenen sie im Vorbeimarschieren erreichen konnten. Gerade hatten ein paar von ihnen daraus getrunken, als die Gedarmen es bemerkten, dem gerade trinkendem Gefangenen die Kanne abnahmen und sie in den Graben warfen. Der Junge sah noch, wie sich die Bauersfrau an die Kanne heranstahl, doch die Gendarmen beachteten sie nicht. Die Frau und ihre Kanne brannten sich in das Gedächtnis des Jungen ein. Er sah sie oft vor sich, wenn er an seine Heimat dachte."
Ich kann dieses Buch als Lektüre an Schulen, die das Thema Holocaust behandeln, für Schüler ab 14 Jahren nur empfehlen, aber auch allen erwachsenen Lesern.
"Dann stellte weit vor ihnen eine düüre ältere Bauersfrau mit einem schwarzen Kopftuch eine Kanne an den Wegrand, damit die Gefangenen sie im Vorbeimarschieren erreichen konnten. Gerade hatten ein paar von ihnen daraus getrunken, als die Gedarmen es bemerkten, dem gerade trinkendem Gefangenen die Kanne abnahmen und sie in den Graben warfen. Der Junge sah noch, wie sich die Bauersfrau an die Kanne heranstahl, doch die Gendarmen beachteten sie nicht. Die Frau und ihre Kanne brannten sich in das Gedächtnis des Jungen ein. Er sah sie oft vor sich, wenn er an seine Heimat dachte."
Ich kann dieses Buch als Lektüre an Schulen, die das Thema Holocaust behandeln, für Schüler ab 14 Jahren nur empfehlen, aber auch allen erwachsenen Lesern.
Ort der Handlung: Auschwitz, Polen
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