Buchportrait:
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Titel: |
Heidelberger Wut |
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Autor: Verlag: ISBN: Genre: Erscheinungsjahr: Gepinnt am: |
Wolfgang Burger Piper 3492247865 Krimis & Thriller 2009 18.02.2010 von Romena |
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| Ort der Handlung: | |||
| - Straße / Platz: | - | ||
| - Stadt / Ort / Gegend: | Heidelberg | ||
| - Land: | Deutschland | ||
| Zeit der Handlung: | 20. Jahrhundert |
Inhaltsangabe:
Alexander Gerlach, der Chef der Heidelberger Kripo, hat - mal wieder - Sorgen. Schon seit einer Weile bearbeitet er einen Banküberfall und kommt keinen Schritt weiter. Die Zusammenarbeit mit seiner Kollegin Vangelis läuft zwar etwas besser, aber Erfolge müssen trotzdem her. Dann wird ein alter Eigenbrötler von seinen Nachbarn als vermisst gemeldet. Ein Routinefall? Sicher nicht, denn plötzlich ergeben sich Querverbindungen, nicht nur zu dem Banküberfall, sondern auch zu einem alten ungeklärten Fall, einer Vergewaltigung an einer Schülerin.
Für das Privatleben hat Gerlach kaum noch Zeit, dabei müsste er sich eigentlich viel mehr um seine pubertierenden Zwillingstöchter kümmern, die er alleine aufzieht. Wenigstens scheinen es diesmal keine weltbewegenden Teenagerprobleme zu sein, die die beiden beschäftigen, sondern nur ein aufgeschobener Zahnarztbesuch. Gerlach ahnt noch nicht, dass eine Zahnarztpraxis ein lebensgefährlicher Ort für ein junges Mädchen sein kann ...
Für das Privatleben hat Gerlach kaum noch Zeit, dabei müsste er sich eigentlich viel mehr um seine pubertierenden Zwillingstöchter kümmern, die er alleine aufzieht. Wenigstens scheinen es diesmal keine weltbewegenden Teenagerprobleme zu sein, die die beiden beschäftigen, sondern nur ein aufgeschobener Zahnarztbesuch. Gerlach ahnt noch nicht, dass eine Zahnarztpraxis ein lebensgefährlicher Ort für ein junges Mädchen sein kann ...
Buchkritik (1):
Ich habe die ersten beiden Bände der Heidelberg-Krimis von Wolfgang Burger trotz kleinerer Kritikpunkte insgesamt mit viel Vergnügen gelesen. Offen gesagt: Das Vergnügen war bei diesem dritten Band nicht mehr so groß, und den Nachfolger habe ich mir gar nicht mehr gekauft.
Woran das liegt? Die Kriminalgeschichten an sich fand ich schon in den ersten beiden Bänden nicht restlos überzeugend. Da wirkte einiges konstruiert, und jetzt im dritten Band sind mir die gewollten Querverbindungen zwischen mehreren ganz unterschiedlichen Fällen einfach zu viel. Das ist dasselbe Schema, nachdem schon die ersten beiden Bände gestrickt waren, und da, wo Entwicklungen überraschend werden, liegt es nicht etwa an einer neuartigen kreativen Leistung des Autors, sondern daran, dass die Entwicklungen oder die Auflösung sich auf unglaubwürdige Abwege begeben. Das finde ich ärgerlich.
Was mich in den ersten beiden Bänden immer überzeugte, war die Charakterisierung der Figuren, vor allem die von Gerlach und seinen Töchtern, und die exakte Schilderung Heidelbergs als Schauplatz. Beides wird im dritten Band aber leider schwächer: Die Handlung verlagert sich stärker in die Umgebung von Heidelberg und an eher beliebige Schauplätze, die man auch einfach in eine andere Stadt verlegen könnte. Und für sein Privatleben hat Gerlach noch weniger Zeit als zuvor. Das führt unter anderem dazu, dass der Konflikt der Zwillinge (auch eine wiederkehrende Zutat aller Bände) diesmal nicht um subjektiv so weltbewegende Dinge wie einen ungewollten Umzug oder die erste Liebe geht, sondern um einen banalen Zahnarztbesuch. Der spielt zwar im Buch schließlich eine ungeheure Rolle, aber eben nicht so sehr auf der Ebene der Figuren (höchstens ins Gerlachs Kopf). Als wirklich interessant geschilderte Figur bleibt deshalb hier für mich nur Gerlach, aber der regt sich im letzten Teil des Buches so ungeheuer über einen Trugschluss auf, den der Leser (jedenfalls der, der die ersten beiden Bände kennt) längst durchschaut hat, dass er auf mich eher wie eine Witzfigur wirkte als wie der durch und durch menschliche und vielschichtige Typ, der er in den ersten beiden Bänden war.
Meine Enttäuschung über dieses Buch kommt vermutlich zum größten Teil daher, dass ich die ersten beiden Bände bereits kannte und mir von diesem mehr erwartete. Da er reißerischer ist als die ersten beiden, könnte ich mir trotzdem vorstellen, dass er manchen Lesern gefällt, wenn sie mehr auf Action und den Grusel brutaler Fälle wert legen und weniger auf die Figurenentwicklung und die absolute Schlüssigkeit des Kriminalfalls.
Woran das liegt? Die Kriminalgeschichten an sich fand ich schon in den ersten beiden Bänden nicht restlos überzeugend. Da wirkte einiges konstruiert, und jetzt im dritten Band sind mir die gewollten Querverbindungen zwischen mehreren ganz unterschiedlichen Fällen einfach zu viel. Das ist dasselbe Schema, nachdem schon die ersten beiden Bände gestrickt waren, und da, wo Entwicklungen überraschend werden, liegt es nicht etwa an einer neuartigen kreativen Leistung des Autors, sondern daran, dass die Entwicklungen oder die Auflösung sich auf unglaubwürdige Abwege begeben. Das finde ich ärgerlich.
Was mich in den ersten beiden Bänden immer überzeugte, war die Charakterisierung der Figuren, vor allem die von Gerlach und seinen Töchtern, und die exakte Schilderung Heidelbergs als Schauplatz. Beides wird im dritten Band aber leider schwächer: Die Handlung verlagert sich stärker in die Umgebung von Heidelberg und an eher beliebige Schauplätze, die man auch einfach in eine andere Stadt verlegen könnte. Und für sein Privatleben hat Gerlach noch weniger Zeit als zuvor. Das führt unter anderem dazu, dass der Konflikt der Zwillinge (auch eine wiederkehrende Zutat aller Bände) diesmal nicht um subjektiv so weltbewegende Dinge wie einen ungewollten Umzug oder die erste Liebe geht, sondern um einen banalen Zahnarztbesuch. Der spielt zwar im Buch schließlich eine ungeheure Rolle, aber eben nicht so sehr auf der Ebene der Figuren (höchstens ins Gerlachs Kopf). Als wirklich interessant geschilderte Figur bleibt deshalb hier für mich nur Gerlach, aber der regt sich im letzten Teil des Buches so ungeheuer über einen Trugschluss auf, den der Leser (jedenfalls der, der die ersten beiden Bände kennt) längst durchschaut hat, dass er auf mich eher wie eine Witzfigur wirkte als wie der durch und durch menschliche und vielschichtige Typ, der er in den ersten beiden Bänden war.
Meine Enttäuschung über dieses Buch kommt vermutlich zum größten Teil daher, dass ich die ersten beiden Bände bereits kannte und mir von diesem mehr erwartete. Da er reißerischer ist als die ersten beiden, könnte ich mir trotzdem vorstellen, dass er manchen Lesern gefällt, wenn sie mehr auf Action und den Grusel brutaler Fälle wert legen und weniger auf die Figurenentwicklung und die absolute Schlüssigkeit des Kriminalfalls.
Ort der Handlung: Heidelberg, Deutschland
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